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Ein Zinsanstieg in Deutschland ist schlecht für Bauherren

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Der Bau oder die Renovierung eines Hauses werden in der Regel durch Baukredite finanziert. Derzeit befindet sich der Kreditmarkt in einer Niedrigzinsphase, von der vor allem Bauherrn profitieren. Je niedriger die Zinsen bei Vertragsabschluss, umso günstiger sind die Konditionen für den Kredit. Dies vor allem deshalb, da Kreditzinsen meist über einen Zeitraum von 5 – 10 Jahren zinsgebunden sind. Das bedeutet, dass ein bestehender Baukredit von einer zwischenzeitlichen Zinserhöhung kaum betroffen ist. Wer jedoch einen Baukredit plant, während die Zinsen relativ niedrig sind und den Baukredit erst nach einer Zinserhöhung abschließt, muss langfristig höhere Zinsen zahlen. Unter Umständen kann es dann günstiger sein, kleinere Beträge für den Neu- oder Umbau eines Hauses mit der Kreditkarte zu bezahlen. Ein Kreditkartenvergleich zeigt, dass Anbieter oftmals keine Kreditzinsen für die Nutzung der Kreditkarte berechnen. Auf diese Weise können neue Kredite, die dann zu einem schlechteren Zinssatz abgeschlossen werden beim Bau eines Hauses vermieden werden.

Ein Zinsanstieg in Deutschland wäre auch für die Bauherren schlecht, die sich derzeit mit einer Modernisierung befassen. Vor allem das EEG macht einen Umbau oder eine Modernisierung lohnenswert, vergibt der Staat doch hier größere Subventionen und Steuererleichterungen. Begünstigt wird dies dadurch, dass die Zinsen für Baukredite sehr niedrig sind, eine Modernisierung also weniger Unkosten verursacht. Die derzeit angespannte Lage an den internationalen Finanzmärkten lässt jedoch darauf schließen, dass die Zinsen für Kredite in naher Zukunft angehoben werden wird. Dies bedeutet, dass die Unkosten, die für einen Kredit berechnet werden, um einiges höher liegen werden.

Doch auch für Bauherrn, die bereits einen Baukredit zu einem niedrigen Zinssatz besitzen, kann eine Zinserhöhung negative Auswirkungen haben. So kommt es häufig vor, dass während einer Bauphase erhebliche Zusatzkosten entstehen, die einer Aufstockung des bestehenden Baukredits oder den Abschluss eines neuen Kredites bedürfen. In diesen Fällen kann es passieren, dass eine Zinsangleichung seitens der Bank durchgeführt wird. Hat ein Baukredit eine Zinsbindung von 5 Jahren und wird dieser Kredit im 7. Jahr aufgestockt, würde dies bei einer Zinserhöhung dazu führen, dass der Kredit mit höheren Kreditzinsen belastet wird.

In der Regel werden Baukredite, je nach Kreditsumme und Institut, über eine Laufzeit zwischen 25 und 30 Jahren vergeben. In diesen Krediten ist eine Zinsbindung von 5 – 20 Jahren vereinbart. Nach der vertraglich vereinbarten Zinsbindung kann die Bank jederzeit die Kreditzinsen für einen bereits bestehenden Kredit erhöhen. Derzeit liegen die Kreditzinsen bei verschiedenen Instituten bei durchschnittlich 3,5 %. Diese Zinsen könnten in den nächsten Monaten bis auf über 5% ansteigen.

Der Artikel wurde verfasst von Oliver Schmid.

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